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TVH - SG Leutershausen 2
Youngster als Stütze
Der TV Hardheim gewinnt das Spitzenspiel souverän
Nach der jüngsten Niederlage beim Spitzenreiter Ziegelhausen hat sich der TV Hardheim gestern im
Spitzenspiel der Handball-Landesliga-Nord mit einer sehr ansprechenden Leistung im Titelkampf
zurückgemeldet. Verdient gewannen die Erftäler als Rangzweiter gegen den Tabellendritten SG
Leuterhausen II.
"Für mich war diese Leistung keine Überraschung, vielmehr
selbstverständlich, denn wir haben letzte Woche auch nicht
schlecht gespielt", sagte Bernd Becker nach der Partie. Dem TVH-
Trainer war die Freude richtig anzusehen, als er den Schlüssel zum
Erfolg nannte: "Wir haben sehr diszipliniert gespielt und mit
zunehmender Dauer die linke Seite immer besser zubekommen."
Dort brillierte in der Anfangsphase Leutershausens Bester, Philipp
Gunst, mit zielgenauen Abschlüssen und feinen Zuspielen auf die
Außen und an den Kreis. Kein Wunder, dass die Gäste bis zum 8:8
(16.) stets führten. Doch auch Hardheims Silas Hefner,
überraschend gleich zu Beginn auf der Spielmacherposition
aufgeboten, initiierte einige gute Angriffe der Blau-Weißen. Der
TVH arbeitete sich in Partie und verdiente sich die 16:15-Führung.
Schon in den ersten 30 Minuten war zu erkennen, dass in dieser Begegnung die Youngster zu den
Leistungsträger gehörten: Henrik Bischof war mit zehn Treffern am Ende der mit Abstand beste
Werfer des Spiels. Darunter waren, in der scheinbar von Papa Bernhard geerbten Coolness, drei sicher
verwandelte Siebenmeter. "Er bringt körperlich und handballerisch alles mit. Nun sieht man, dass die
Dynamik dazugekommen ist und er sich immer besser bei den Senioren einfindet", lobte Becker.
Der zweite Rohdiamant steht zwischen den Pfosten: Christian Ernst spielte vom Anpfiff weg und zeigte
einige richtig gute Paraden. Im Tor hat sich die Situation beim TVH wie folgt entwickelt: Der mit vielen
Vorschusslorbeeren geholte Juraj Pekar erfüllte bisher die Erwartungen nicht ganz, hat aber im
Training enorm mit dazu beigetragen, dass Christian Ernst einen Riesen-Schritt nach vorne gemacht
hat. Gestern musste Ernst erst in der Schlussphase Pekar Platz machen, da er mit dem SG-Rechtsaußen
Daniel Geron nicht zurecht kam. So kam "sein Lehrmeister" erst in den letzten acht Minuten zum
Einsatz, in dieser Zeit hielt er aber noch einen Siebenmeter.
Der TVH setzte sich kontinuierlich ab. Und mit diesem wachsenden Vorsprung stieg fast minütlich das
Selbstvertrauen, so dass die erneut zahlreich erschienen Zuschauer so manchen guten Spielzug
bestaunen durften. Am Ende standen dann auch wieder sämtliche Etablierte auf dem Feld, so dass sich
beispielsweise noch Steffen Gärtner und Robin Steinbach in die Torschützenliste eintragen durften.
"Noch ist nichts verloren. Es sind noch eine Menge Spiele", sagte Abteilungsleiter Manfred Dörr
bereits vor der Partie. Die Hoffnung auf Rang eins und den Aufstieg in die Badenliga ist nach der
gestrigen Leistung auch durchaus berechtigt.
Hardheim: Pekar, Ernst (beide Tor), Leiblein, Hefner, Gärtner, Scherzinger, Farrenkopf, Bischof,
Withopf, Ackermann, Hohmann, R. Steinbach.
Mf
© Fränkische Nachrichten - 12.02.2012